Kontakt

Pfarr- u. Wallfahrtskirche Klausen
Kath. Pfarramt Maria Heimsuchung
Am Augustiner Platz
54524 Klausen

Tel.: 06578 - 218
Fax: 06578 - 1446
E-Mail

Internet: http://www.wallfahrtskirche-klausen.de

Facebook: https://www.facebook.com/WallfahrtskircheKlausen

Öffnungszeiten des Pfarrbüros

Dienstag - Donnerstag
08.30 Uhr - 11.30 Uhr

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Die Klausener Pfarr- & Wallfahrtskirche

Pfarr- u. Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung
Hochaltar
Kirchenraum mit Rieger-Orgel
Heiligenfigur

Einst ein Einsiedler, heute über 100.000 Pilger pro Jahr

Die Menschen, die heute Jahr für Jahr nach Klausen pilgern und den idyllischen Ort im Herzen der Moseleifel zu einem der weithin bekanntesten Wallfahrtsorte in Rheinland-Pfalz machen, zieht es zu einem spirituellen Kraftort mit einer über 500-jährigen Geschichte. Diese nahm ihren Anfang im Kleinen: der Marienverehrer Eberhard stellte um das Jahr 1440 am Ort der heutigen Wallfahrtskirche eine Figur der „Schmerzhaften Mutter Gottes" auf. Neben dem Bildstock errichtete er 1442 ein Heiligenhäuschen mit einer Wohnklause („Eberhardsklause"), in die er sich als Einsiedler zurückzog. In der Folgezeit gewann der Ort durch Berichte über Gebetserhörungen an Bekanntheit und Zuspruch, sodass das Marienhäuschen des Klausners Eberhard 1444 durch eine größere Kapelle ersetzt wurde. Heute findet sich im Hauptschiff eine Nachahmung der ursprünglichen Eberhardsklause.

Nach dem Tod Eberhards (1451) gründeten Augustiner-Chorherren der Windesheimer Kongregation vor Ort im Jahre 1456 - ganz im Zeichen der niederländischen Reformbewegung der „Devotio Moderna" - ein Kloster, das über 300 Jahre lang die Geschicke in Klausen prägen sollte.

Die heutige Wallfahrtskirche „Maria Heimsuchung" wurde 1502 eingeweiht. Mit ihren stattlichen Dimensionen stellt sie den bedeutendsten Bau der Spätgotik in der Südeifel und im Moseltal dar. Das lichtdurchflutete Innere besitzt im Langhaus, Seitenschiff und Chor ein reiches Netzgewölbe. Besonders beeindruckendes und kunsthistorisch kostbarstes Inventarstück des Kircheninneren ist der 6,20 m hohe Antwerpener Hochaltar (um 1480) mit Szenen aus der Passion Christi.

Am Westende des nördlichen Seitenschiffes liegt die Gnadenkapelle, die auf das 15. Jhd. zurückgeht und 1902 umgestaltet wurde, wobei die sterblichen Überreste Eberhards wiederentdeckt wurden. Im mittleren Altarbereich haben die beiden Gnadenbilder mit Darstellungen der „Schmerzhaften Mutter Gottes" ihren Platz - Tag für Tag umflutet vom Licht der Kerzen derer, die dort Hilfe, Kraft und Stille suchen. Votivtafeln und ein Eintragungsbuch künden davon. Jüngstes Glanzstück der Klausener Wallfahrtskirche ist die klanggewaltige Rieger-Orgel, die 2007 eingeweiht wurde.