Aussichtspunkt Drachenfliegerplatz

Der Aussichtspunkt Drachenfliegerplatz bietet einen beeindruckenden Blick ins Moseltal.
Aussichtspunkt Drachenfliegerplatz
Blick ins Moseltal auf Neumagen-Dhron
Blick ins Moseltal bei Piesport

Einen der reizvollsten Panoramapunkte auf dem Moselhöhenweg bietet dieser Aussichtspunkt auf der Weißlay. Die ruhige und geschützte Lage lädt den Wanderer zu einer längeren Rast ein, die seine Bewunderung für das schöne Moseltal auslösen wird.

Hier, wo sich Eifel und Hunsrück so wunderbar begegnen, lässt sich die geologische Entstehung des Mosellaufs anschaulich nachvollziehen.

Das blaue Band der Mosel liegt dem Wanderer zirka 250 Meter tiefer zu Füßen. Majestätisch fließt "Mosella", wie sie von den Römern bezeichnet wurde, am Steilhang "Verbotene Hecke" und "Weißlay" vorüber. Gegenüber, am Fuße des Gleithanges liegt, wie eine Stola ausgebreitet, der Weinort Piesport mit dem Ortsteil Niederemmel.

Moselaufwärts sehen wir die älteste Weinbaugemeinde Deutschlands, Neumagen-Dhron. Im Schutze des Kron-Berges, der Dhron und der Mosel legten die Römer an der römischen Fernstraße Trier - Mainz ein Kastell von ovalem Grundriss und einer Fläche von 1,28 Hektar an. Vierzehn Türme und zwei Tore sicherten die Station. Als Fundament benutzten sie die heute so berühmt gewordenen Grabsteine umliegender Gräberfelder.

Grabungsarbeiten zwischen 1877 und 1885 konnten zahlreiche Relief- und Inschriftensteine aus dem Fundament der Befestigungsmauer bergen. Die kostbaren Funde zeigen Illustrationen vom Leben der Bewohner des Trierer Landes zur römischen Zeit (48 v. Chr. - 465 n. Chr.) und sind im Rheinischen Landesmuseum in Trier zu sehen.

Eine Rekonstruktion des weltbekannten Römerschiffes (vor der Peterskapelle), sowie Reliefs wie "Pachtzahlung", "Schule" und "Frisierszene" sind während eines Rundganges durch den Ort zu sehen.

Um 1100 n. Chr. wird Neumagen Sitz eines Herrengeschlechts, derer von Neumagen, deren Gebiet 1320 an die Herren von Hunolstein , 1498 an die Isenburger und 1553 an die Grafen von Sayn - Wittgenstein fiel.

Aus einem ehemaligen Königshof entwickelte sich die Helenenburg, der Sitz der Herren von Neumagen östlich der Pfarrkirche. Eine zweite Burg entstand, als Neumagen in Besitz des Kurfürsten von Trier geriet und durch Bischof Boemund von Warsberg 1286 - 99 eine Burg erhielt, die zusammen mit dem kurtrierischen Petershof an Edelleute übertragen wurde.

Neumagen-Dhron ist eine für den Besucher gastfreundliche Weinbaugemeinde mit ca. 3000 Einwohnern, Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung, Realschule, Campingplatz, Heimatmuseum, Sportflugplatz und Reiterhof.

Seit 2007 verfügt Neumagen-Dhron über eine besondere Attraktion, die den Weinort überregional bekannt gemacht hat: das römische Weinschiff. Der originalgetreue Nachbau kann gechartet werden und bietet bis zu 40 Personen Platz.