Rundgang durch den Ortsteil Krames

Der virtuelle Rundgang beschreibt den Ortsteil Krames.
Blick aus dem Abtsgarten auf die Wallfahrtskirche
Klausen-Krames mit Blick auf die Wallfahrtskirche
Alter Backofen "Backes"
Alter Backofen

Ausgangspunkt dieses Rundgangs ist wiederum der unterhalb der Wallfahrtskirche befindliche Marienbrunnen.

Der Weg führt die Eberhardstraße etwa 200 Meter hinab, bis hinter dem "Alten Brauhaus" links der im Klausener Rundgang beschriebene Weg hinauf zur Tordurchfahrt führt. Wir durchschreiten diesmal nicht das Tor, sondern gehen rechts vorbei den Weg immer weiter.

Wir passieren nach 100 Metern linkerhand die nord-westliche Mauer des Abtsgartens mit dem seit 2006 wieder freigelegten Tor und nach weiteren 100 Metern rechterhand den Klausener Spielplatz. Der Weg verjüngt sich weiter. An der Stelle, wo es stärker bergab geht, kann man einen wunderbaren Ausblick auf Krames und die umliegenden Ortschaften genießen.

Der Pfad endet schließlich unten auf der Escher Straße, wo wir uns nach links wenden bis etwa 50 Meter weiter zur ersten Straße von links. (Anmerkung: Der bisher geschilderte Weg ist für Rollstuhlfahrer oder bei eis- und schneeglatter Witterung weniger geeignet. In diesem Fall gehen Sie die Eberhardstraße hinab, nehmen geradeaus die Verlängerung Fuhrweg, biegen an dessen Ende an der Kapelle nach links ab und gehen diesen Escher Straße genannten Weg weiter bis zur ersten Straße links.)
Wir sind also schon in Krames angelangt und gehen nun die Brunnenstraße hinauf (Richtung dem sogenannten Hahnenberg). Nach etwa 200 Metern biegt die Brunnenstraße nach rechts ab, wir gehen aber geradeaus weiter auf der Straße Im Borfeld.

Alte Bauernhäuser und St.Blasius-Brunnen

Die ersten Häuser links sind gelungene Beispiele restaurierter ehemaliger Bauernhäuser. Es handelt sich um den Trierer Landhaus genannten Gebäudetyp, welcher Wohnbereich, Stall und Scheune unter einem Dach vereinigt. Die Umrisse des Scheunentores haben die Eigentümer der jetzt komplett als Wohnhaus dienenden Gebäude als Sandsteinbogen in der Fassade sichtbar erhalten.

Nach einigen Metern steigt die Straße nach einer Biegung halbrechts an, hier überquert man den Kramesbach. Mit der anschließenden scharfen Rechtskurve gelangen wir auf den Talweg und treffen nach 200 Metern wieder auf die Brunnenstraße. Hier befindet sich linkerhand der St. Blasius-Brunnen des Bildhauers Scherl, der 1987 restauriert wurde. Der obere Teil des Brunnens stellt eine Getreideähre dar, die einen Hinweis darauf gibt, dass der Ort Krames ursprünglich überwiegend landwirtschaftlich ausgerichtet war. Diesen Bezug nimmt auch der links angebrachte steinerne Trog und das rechts befindliche symbolisierte Schwein, in die das Wasser sich ergießt. Den Namen erhielt der Brunnen vom Schutzheiligen von Krames, dem auch die Kirche geweiht ist, welche unser nächstes Ziel ist.

Die Blasiuskapelle

Wir gehen die Brunnenstraße links weiter, an der nächsten Gabelung wenden wir uns links die Blasiusstraße hinauf, bis wir vor den Stufen der Blasiuskapelle stehen. Ihr Innenraum wurde von den Krameser Bürgern 2001 liebevoll restauriert, kann jedoch nur während den Gottesdiensten betreten werden. Urkundlich erwähnt wurde erstmals im Jahre 1330 eine dem heiligen Apostel Thomas geweihte Kapelle in Krames; der jetzige befindet sich an derselben Stelle, an der eine 1715 errichtete Kapelle stand, welche im Jahre 1900 wegen schlechtem baulichen Zustand abgerissen werden musste.

Es geht weiter den vor der Kirche verlaufenden Reulweg und nach 200 Meter rechts den Neugarten hinab. Die Straße ist ein sehr gelungenes Beispiel für ein Neubaugebiet; außerdem befindet sich hier der als Abenteuerspielplatz angelegte Krameser Kinderspielplatz, den man etwas zurückgesetzt nach 50 Metern auf der rechten Seite sehen kann.

Der Krameser Backofen

Wir gehen den Neugarten hinunter, wenden uns an seinem Ende nach rechts auf die Straße In der Trierheck und stoßen an deren Ende auf den Krameser Backofen (Bild rechts). Es ist dies ein Überbleibsel einer gesellschaftlichen Besonderheit Krames' im 18. Jahrhundert: Damals erbte der älteste Sohn den Hof allein und hatte dem Junggesellen des Hauses ein Backhaus zu errichten.

Diese Backhäuser wurden im 19. Jahrhundert zu Wohnhäusern umgebaut.

Als ein solches Haus 1986 einem Straßenausbau weichen musste, wurde der darin befindliche Backofen ausgebaut, an der vor uns liegenden Stelle wiedererrichtet und mit einer Überdachung versehen.

Auf diesem Platz findet Anfang September das stimmungsvolle Backofenfest statt, bei dem man in diesem Ofen gebackenes Brot kosten kann, auf Wunsch mit Griebenschmalz, Schmand oder Hausmacher Blut- und Leberwurst belegt. Und dazu gibt es heimischen Viez.
Doch heute führt uns der Weg weiter, vom Backofengelände gesehen links die Escher Straße hinauf. Nach etwa 200 Meter biegt die Escher Straße nach links ab, und dort das erste Haus links ist das ehemalige Gasthaus Esch.
Jahrelang fand hier am ersten Februarwochenende anlässlich der Krameser Kirmes die Schweinskopfversteigerung statt. Von Krameser Bauern gestiftete Schweinsköpfe, die zuvor in der St. Blasius-Kapelle gesegnet wurden, werden vom Pater an den Meistbietenden versteigert. Mit der Segnung der Schweinsköpfe soll das Vieh vor Krankheiten bewahrt werden.

Dieser Brauch reicht vermutlich bis zur Errichtung des ersten Kirchbaues in Krames zurück, und seit jeher ist der Erlös daraus für den Unterhalt des Gotteshauses bestimmt. Seit 2007 ist die Kirmes und Versteigerung im Klausener Pfarrsaal.

Wir gehen nun die Escher Straße bis zu ihrem Ende weiter, vorbei an der Einmündung des schmalen Pfades, über den wir Krames erreicht haben, bis wir links an eine Kapelle gelangen. Sie war ursprünglich im Privatbesitz und vor einigen Jahren in bedauernswerten Zustand in das Eigentum der Gemeinde Klausen übergegangen. Die Kapelle wurde im Jahr 1997 von der AH-Abteilung des Sportvereins Klausen umfassend renoviert und beherbergt in ihrem Inneren einen Bildstock.

Weiter bergauf geht es den Fuhrweg entlang, wir erreichen die Eberhardstraße und sind wieder am Marienbrunnen angelangt.