Museen

Peter-Zirbes-Haus

Bei dem Museum in Niederkail handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus des Eifeldichters Peter Zirbes. Dieses Haus wurde 1826 von dessen Vater Nikolaus Zirbes errichtet. Ein Brand im Jahre 1901 vernichtete das vorhandene Strohdach und den Dachstuhl. Beim Wiederaufbau wurden die Außenwände etwas aufgestockt, das Dach erhielt eine Ziegeleindeckung. 1973 erwarb die damalige Ortsgemeinde Niederkail von den Erben des Dichters das Haus und den weiteren Nachlass.

Die stilgerechte Restaurierung erfolgte 1980 bis 1982 durch die neu gebildete Ortsgemeinde Landscheid mit Unterstützung des Landesamtes für Denkmalpflege, des Landkreises Bernkastel-Wittlich, der Verbandsgemeinde Wittlich-Land und der Kreissparkasse Bernkastel-Wittlich. Das Gebäude wurde hinsichtlich seiner Höhe und der Dacheindeckung wieder dem Ursprungszustand angepasst.

Der 1981 gegründete "Peter-Zirbes-Kulturkreis" übernahm zusammen mit der Ortsgemeinde die Betreuung des Hauses. Die bescheidene Größe des Gebäudes mit seiner Originaleinrichtung, insbesondere auch den Möbeln, dokumentiert beispielhaft den Lebensstandard der Niederkailer und Landscheider Händler im 19. Jahrhundert. Heute spiegelt das Wohnhaus genau den Zustand wieder wie er zu Lebzeiten des Dichters (1825 - 1901) bestand. Man betritt das Museum unmittelbar durch die mit einem offenen Kamin ausgestattete Küche und gelangt von dort in die Wohnstube und die Schlafkammer sowie in einen Flurraum. Im Haus befinden sich Ölgemälde und Zeichnungen von Peter Zirbes sowie Zeitungsartikel, Dankschreiben und Handschriftenbeispiele des Dichters, Fotos von Peter Zirbes und seiner Frau Anna Maria Zirbes sowie Bücher aus dem Nachlass. Eine Zeichnung stellt den Sohn des Dichters dar, der 1964 verstorben ist. Darüber hinaus wird die Ortsgeschichte in Verbindung mit dem Händlerwesen dargestellt. Einige Tafeln zeigen Fotos von der Entwicklung des Handelsgewerbes. Der Reisepass für Nikolaus Zirbes, seiner Frau und Sohn Peter, Dokumente des Handelsvereins Niederkail und dessen alte Vereinsfahne, ergänzen die dokumentarische Ausstattung. Steingutgeschirr war bis Anfang dieses Jahrhunderts Hauptabsatzware, wurde dann aber nach und nach von Emaillegeschirr, das vorwiegend aus Westfalen stammte, verdrängt. Ab den 1960er Jahren erweiterten Kunststoffbehälter das Angebot. Die Besichtigung des Peter-Zirbes-Hauses ist nach Vereinbarung mit der Ortsgemeinde Landscheid möglich.

Dorfmuseum Dierscheid

Das in der Mitte von Dierscheid gelegene Dorfmuseum befindet sich in einer ehemaligen Stellmacherwerkstatt aus dem 19. Jahrhundert. Im Rahmen der Umsetzung des gemeindlichen Dorferneuerungskonzeptes wurde das Gebäude im Jahre 1989 von der Ortsgemeinde gekauft und zwischen 1990 und 1992 als Museum umgebaut und eingerichtet. Zu besichtigen sind die Werkzeuge von typischen früher im Dorf anzutreffenden Berufen wie Stellmacher, Schreiner, Hufschmied und Schlosser sowie Arbeitsgeräte aus dem Bereich der Landwirtschaft und dem bäuerlichen Haushalt. Ganz besondere Exponate sind eine Fossiliensammlung, römische Funde vom Quellheiligtum Viktoriaquelle und eine Münzsammlung aus dem 4. Jahrhundert, Relikte alter Wasserleitungen aus Holz (nachweislich datiert von 1645) und aus Blei, sowie die Dokumentation der am Kellerberg bei Dierscheid beginnenden Wasserversorgungslieferung für das Schloss des Grafen Kesselstatt in Dodenburg.